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Steuerliche und wirtschaftliche Informationen

Schutzmaßnahmen beim wieder Anfahren der Wirtschaft - Entwurf des Bundesministeriums für Arbeit

Nach Wochen des Stillstands soll in Kürze die deutsche Wirtschaft ab dem 20.04. wieder langsam hochgefahren werden.

Um das Infektionsrisiko am Arbeitsplatz zu minimieren, erarbeiten das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und weitere Institutionen derzeit ein entsprechendes Papier. Laut Entwurfsfassung soll mit diesem „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard“ ein Gleichklang zwischen Arbeits- und Bevölkerungsschutz erreicht werden.

Folgende betriebliche Maßnahmen sieht das BMAS daher zeitlich befristet u.a. vor:

Allgemein: Die Arbeitgeber haben sich fachkundig unterstützen zu lassen (z.B. Experten für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte und Sicherheitsbeauftragte). In Betrieben mit Arbeitsschutzausschuss koordiniert und kontrolliert dieser die Maßnahmen.

Zum Infektionsschutz müssen die Arbeitsplätze so gestaltet werden, dass mindestens 1,50 Meter Abstand zwischen den Mitarbeitern besteht. Ansonsten müssen Schutzeinrichtungen (z.B. Trennscheiben) installiert werden.

Sind Kontakte unvermeidbar muss der Arbeitgeber eine persönliche Schutzausrüstung (Mund-Nase-Schutz, geeignete Schutzhandschuhe) zur Verfügung stellen.

Der Arbeitgeber muss ausreichend Seife, Handtuchspender und Desinfektionsspender vorhalten. Sanitär- und Gemeinschaftsräume müssen in einem kürzeren Intervall gereinigt werden. Genauso wie Türklinken und Handläufe.

In Kantinen dürfen keine Warteschlangen bei der Essensausgabe entstehen. Hilfreich seien dabei feste „Regelungen von Zeitfenstern zur Nahrungsaufnahme“.

Durch regelmäßiges Lüften wird die Zahl erregerhaltiger Tröpfchen reduziert. Um die Gefahr einer Virenübertragung durch Raumlufttechnischen Anlagen (RLT) zu verringern, können Filter (ab Klasse 9) verwendet werden. Sicherstellen einer relativen Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent. Wartungspersonal soll nur mit Schutzbekleidung (Atemmaske min. FFP-2) arbeiten.

Bei Außen- und Lieferdiensten sollen Personen, die ein Fahrzeug benutzen, begrenzt werden. Zudem sollten die Fahrzeuge mit Hygiene-Utensilien bestückt werden (öffentliche Toiletten geschlossen).

Bei Sammelunterkünften (u.a. für Saisonarbeiter) sollen ggf. Teams gebildet werden, die auch zusammenarbeiten. Grundsätzlich sei aber eine Einzelbelegung von Schlafräumen vorzusehen. Zudem werden Isolationsräume für infizierte Personen gefordert. Neben regelmäßigen reinigen und lüften, sind Geschirrspüler (Desinfektion des Geschirrs erfordert Temperaturen > 60°C) und Waschmaschinen zu organisieren.

Arbeiten im Homeoffice soll weiter ermöglicht werden, insbesondere bei Großraumbüros. Mischformen, in denen Homeoffice und Präsenzzeiten kombiniert werden, sind vorzusehen.

Dienstreisen und Präsenzveranstaltungen wie Besprechungen sind auf das absolute Minimum zu reduzieren.

Handwerkzeuge sollen personenbezogen genutzt werden.

Wo Warteschlangen entstehen können (z.B. Materialausgabe), müssen Klebebänder den Schutzabstand markieren.

Besonders strikt muss auf die personenbezogene Benutzung jeglicher Schutzausrüstung und Arbeitsbekleidung geachtet werden.

Der Zutritt betriebsfremder Personen soll beschränkt werden. Sie müssen über die Corona-Maßnahmen informiert sein.

Die Arbeitgeber soll darauf achten, dass nur gesunde Mitarbeiter zur Arbeit erscheinen. Zeigt jemand erkennbare Atemwegssymptome, soll er das Gelände umgehend wieder verlassen und sich bei einem Arzt oder Gesundheitsamt melden.

Neben diesen Maßnahmen werden die Unfallversicherungsträger den branchenspezifischen Arbeitsschutzstandard weiter konkretisieren.

Laut Bundesregierung sollen die für den Arbeitsschutz zuständigen Behörden sowie die Unfallversicherungsträger die Unternehmen beraten und Kontrollen durchführen.

Unser Tipp: Bitte beschäftigen Sie sich rechtzeitig mit dem Entwurf und bereiten Ihr Unternehmen - soweit noch nicht geschehen - zum 20.04., respektive zum 04.05., entsprechend vor.

Interne Maßnahmen in der Corona - Krise

Die Folgen der Corona-Pandemie haben in den letzten Tagen zu erheblichen Einschnitten in unsere Wirtschaft geführt, deren Auswirkungen wir alle mit Sicherheit noch über einen längeren Zeitraum zu spüren bekommen.

Mit dieser Information möchten wir Sie über unsere Unterstützung und organisatorische Rahmenbedingungen bei uns informieren:

Unterstützung durch uns
Wir haben aufgrund der aktuellen Situation für Sie eine Taskforce „Corona“ eingerichtet, die Ihnen telefonisch oder per Videokonferenz beratend bei allen wirtschaftlichen Fragen zur Seite steht. Die Taskforce besteht aus z. Z. 5 Mitarbeitern, könnte aber - bei Bedarf und/oder Verschärfung der Krise - relativ schnell auf 8 Mitarbeiter erweitert werden. Sofern Ihrerseits Bedarf an Beratung zum Thema besteht, bitten wir Sie, uns unter unserer zentralen Rufnummer 04131 759900 anzurufen und hierfür einen (Telefon/Video-)Termin zu vereinbaren. Da die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die einzelnen Unternehmen sehr unterschiedlich sind und damit auch die erforderlichen Maßnahmen nicht pauschal dargestellt werden können und sollten, haben wir in dieser E-Mail darauf verzichtet, alle denkbaren Maßnahmen, die als Reaktion auf die Krise ergriffen werden können, darzustellen. Aus unserer Sicht macht es mehr Sinn, diese mit Ihnen gemeinsam passgerecht für Ihr Unternehmen zu erörtern.

Organisatorische Rahmenbedingungen
Aufgrund der Ansteckungsgefahr haben wir uns dazu entschlossen, bis auf Weiteres keine Präsenztermine mehr wahrzunehmen. Stattdessen bieten wir Telefontermine bzw. Videokonferenzen als Alternative an. Glücklicherweise hatten wir im Februar eine Umstellung unserer Telefonsoftware, die es uns nun ermöglicht, Sie zu Videokonferenzen im Web einzuladen. Die einzige technische Voraussetzung, die Sie dafür haben müssen, ist eine Bildschirmkamera. Parallel haben wir Ende der letzten Woche acht weitere Homearbeitsplätze bestellt, die es uns ermöglichen sollen, mit den bereits vorhandenen Homearbeitsplätzen auch im Falle einer Quarantäne einen Minimalbetrieb aufrechtzuerhalten. Die neuen Arbeitsplätze werden voraussichtlich bis zum 20. März in Betrieb genommen werden können.

Buchführungsunterlagen, soweit diese noch im Pendelordner zur Verfügung gestellt werden, können nur noch im Haus-Briefkasten bzw. im Paket-Briefkasten im Keller abgegeben werden.

Da wir zurzeit nicht absehen können, ob bei uns einzelne Mitarbeiter oder wegen des Ansteckungsrisikos ganze Abteilungen oder sogar die gesamte Kanzlei unter Quarantäne gestellt wird, haben wir uns dazu entschlossen, die Umsatzsteuervoranmeldungen für den Monat Februar (mit Dauerfristverlängerung) bzw. März (ohne Dauerfristverlängerung) schätzweise an das Finanzamt zu übermitteln. Die Schätzungen werden wir bis zum 20. März bei uns im System hinterlegen, sodass sichergestellt ist, dass auch im Falle krankheitsbedingter Ausfälle bei uns für Sie keine Verspätungszuschläge drohen. Falls wir in Ihrem Fall eine Schätzung an das Finanzamt übermitteln müssen, werden wir diese Schätzung nach Erstellung der Buchführung berichtigen.

Im Bereich der Lohnbuchführung bitten wir Sie, sich zur Sicherheit darauf einzustellen, dass Sie an Ihre Mitarbeiter für den Monat März gegebenenfalls nur Abschläge überweisen. Auch hier können wir zur Zeit nicht absehen, ob wir alle Lohnabrechnungen für den Fall krankheitsbedingter Ausfälle oder der Anordnung einer Quarantäne bearbeitet bekommen. Wir schlagen hier vor, dass Sie in diesem Fall 90 % der erwarteten Nettoentgelte respektive des Vormonats - Nettoentgeltes an Ihre Mitarbeiter überweisen. Wir haben intern sichergestellt, dass den Krankenkassen gegenüber rechtzeitig Schätzungen der Beitragsnachweise übersandt werden, sodass Sie auch hier auf der sicheren Seite in Bezug auf Verspätungszuschläge sind.

Aufgrund der deutlich erhöhten Inanspruchnahme unserer Beratungsleistungen bitten wir um Verständnis dafür, dass wir alle übrigen Beratungsprojekte, die zur Zeit betreut werden,
zeitlich „schieben“ müssen und hoffen hierbei auf Ihr Verständnis.

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